• Julia & Steffi Gerner

    Julia & Steffi Gerner

    Gründerinnen von fremdformat

    Wir wünschen uns ein Umdenken der Schmuckbranche zu mehr Nachhaltigkeit und Fairness und fordern den Stopp der Ausbeutung der Arbeiter*innen, die im Gold-, Silber und Edelsteinabbau beschäftigt sind.

Sie schmücken uns mit fair produziertem Schmuck

Steffi Gerner, Jahrgang 1976 – Julia Gerner, JahrGanG 1982 – Gründerinnen von Fremdformat

Julia und Steffi Gerner kreieren mit ihrem Label fremdformat fairen und nachhaltigen Schmuck. Grün Gründen war für sie die logische Schlussfolgerung aus ihrem gesamten Lebensstil. Und dennoch sei es schwieriger gewesen, als "normales" Gründen sagen sie. Das liege vor allem an der Frage: Wo kommen die Rohstoffe her? 

Was ist nachhaltiger Schmuck?

Es gebe unterschiedliche Ansätze dazu, wie man nachhaltigen Schmuck definiert, sagen Julia und Steffi Gerner. Ihr Fokus liege klar auf dem Recycling Gedanken. Sie verwenden hauptsächlich Materialien, die als Reste oder "Abfall" in der metallverarbeitenden Industrie anfallen. So retten sie wertvolle Ressourcen. Ihre Rohstoffe kommen von regional ansässigen Herstellern. Ihre Lieferkette kennen die beiden Frauen ganz genau. 

fremdformat – Futurewoman

Schlimmste Zustände beim Abbau von Edelmetallen

Der konventionelle Goldabbau beispielsweise hat verheerende Folgen für Mensch und Umwelt. In riesigen Minen werden gigantische Mengen an Gestein bewegt und Böden und Grundwasser mit Chemikalien verseucht. Die Minenarbeiter arbeiten unter extremen gesundheitlichen Risiken und oft unter Missachtung von Menschenrechten. Alleine in Peru arbeiten mehr als 50.000 Kinder ab einem Alter von 6 Jahren in Goldminen.

NACHHALTIG UND FAIR KANN KOMPLIZIERT SEIN

"Da wir alle Materialien genau auf ihre Herkunft prüfen, ist die Recherchearbeit, welche wir dafür leisten, erheblich größer, als wenn wir einfach beim billigsten Hersteller in China einkaufen würden. Viele Firmen halten sich leider sehr bedeckt, was ihre eigene Lieferkette angeht und nur bei genauerem Nachfragen erfährt man, dass der "familiengeführte Traditionsbetrieb" gar nicht mehr selbst in Deutschland produziert. Das ist manchmal frustrierend und all das macht das grüne Gründen selbstverständlich schwieriger als das "normale" Gründen."

Das alles kann Julia und Steffi Gerner aber nicht davon abhalten, ihr nachhaltiges Unternehmenskonzept stringent durchzuziehen. Wann immer möglich setzen sie auf "Zero-Waste-Design". Aus jedem Reststück, das anfällt, kann noch etwas Neues entstehen. Was bei einem Anhänger abfällt, kann durchaus noch zum Ohrstecker werden. "Außerdem sind unsere gesamten Verpackungen frei von Plastik und Versandmaterial verwenden wir oft gebraucht. Die Server unserer Online-Inhalte laufen mit Ökostrom. Der Versand erfolgt klimaneutral über DHL GoGreen. In der Produktion werden keine Chemikalien und keine tierischen Inhaltsstoffe eingesetzt."

fremdformat – Futurewoman
fremdformat – Futurewoman
fremdformat – Futurewoman
 

Nebenbei gegründet

Julia Gerner ist Diplom Sozialarbeiterin und hat als Streetworkerin gearbeitet. Steffi Gerner arbeitet in der IT. Fremdformat haben sie erst mal nebenberuflich gegründet. "Wir haben uns dann bei einem Gründerinnenzentrum für Frauen beraten lassen. Das war doch sehr hilfreich, wir hatten ja vorher keine Ahnung wie man z. B. einen Businessplan schreibt etc."

Julia Gerner hat dann ihren alten Job sein lassen und sich komplett dem neuen Label gewidmet. Steffi Gerner fährt bis heute zweigleisig. Das Arbeitspensum ist hoch, weil die beiden bei fremdformat ALLES alleine machen: Die Produktion, die Werbung, den Online-Shop, den Versand. "Glücksmomente gibt es immer wieder, wenn man einen tollen neuen Kontakt z. B. auf der Messe gewinnt oder überraschend in einem Magazin seine Schmuckstücke entdeckt. Oder am besten jemanden auf der Strasse sieht, der fremdformat trägt."

Foto der Gründerinnen: Marcus Werner, VIERTEL \ VOR 

Futurewoman ist ein Projekt von Janine Steeger