• Susanne Roll

    Susanne Roll

    Geschäftsführerin von GTC Gummersbach GmbH

    BeratungStart-up
    Gelebte Nachhaltigkeit macht Spaß, glücklich und zufrieden. Es ist also purer Egoismus. Nicht sagen, ich kann doch nichts bewegen. Doch, kannst Du!

Sie unterstützt grüne GründerInnen


Susanne Roll

 

Person

Geschäftsführerin von GTC Gummersbach GmbH

Jahrgang: 1965 | Geschäftssitz: Gummersbach

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  • Seit 2000 Erfahrung in der Gründungsberatung und seit 2010 zunehmend im Bereich Green Economy
  • Jahrelange Beratungstätigkeit bei KMU's und Startups sowie Durchführung von Workshops, Schulungen und Matching-Prozesse im Themenfeld gelebter Umwelt- und Klimaschutz sowie Nachhaltigkeit
  • Seit 2004 Vorstandsmitglied von ZebiO e.V. - gemeinnütziges Unternehmensnetzwerk mit Schwerpunkt Umwelt- und Klimaschutz, Energievermeidung und Energieeffizienz und Verwendung von Biomasse
  • Seit 2004 Initiierung und Durchführung (Projektleitung) von vielfältigen Projekten im Bereich Klima- und Umweltschutz sowie Nachhaltigkeit

 

Themen

Nachhaltigkeitskompetenz in der Produktion (hier über den Ansatz des erfahrungsgeleiten Lernens) | Nachhaltige Existenzgründung | Gründungsökosystem | Projektmanangement i. V. mit Ressourceneffizienz | Effizienznetzwerke für Unternehmen

 

Einsatzgebiete

Speakerin | Gast | Workshops für: Startups, mittelständischen Unternehmen, Berufsschulen

 

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Susanne Roll – Futurewoman
Susanne Roll – Futurewoman
 

Interview

Was genau machst Du beruflich im Bereich der Nachhaltigkeit?

  • a) Gründungsberatung und Coaching: Direkt Nachhaltigkeit bei der Geschäftsidee mitdenken und das Startup von Anfang an konsequent darauf ausrichten, ohne die Wirtschaftlichkeit aus den Augen verlieren
  • b) Workshops für Unternehmen in den Bereichen: Nachhaltigkeitskompetenz in der Produktion (Ansatz Erfahrungsgeleitetes Lernen), Projektmanagement i. V. mit Ressourceneffizienz
  • c) Workshops für Berufsschulen und Hochschulen: Green Startups, Entrepreneurship unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsthemen, Nachhaltigkeit bei Gründungen,
  • d) Projekte im Bereich Klima- und Umweltschutz konzipieren, ProjektpartnerInnen suchen und die Projekte dann gemeinsam umsetzen – hierbei starke Einbindung des regionalen Unternehmensnetzwerkes ZebiO e.V.
  • e) Stärkung des Gründungsökosystems in der Region unter Einbezug von Nachhaltigkeitsthemen. Vernetzung Unternehmen und Institutionen, Privatpersonen etc.
  • f) Regionale Wertschöpfungsketten (Umkreis 100 km) im Bereich Holz aufbauen und stärken (Laubholzprodukte, Holzbauten in kommunalen Bereichen und bei Projektträgern).
  • g) Vorstand bei ZebiO e.V. – Zentrum für Bioenergie e.V. Unternehmensnetzwerk mit 160 Mitgliedern, die sich für Klima- und Umweltschutz sowie Ressourcen- und Energieeffizienz in der Region bereits schon seit Anfang 2003 einsetzen.

Wie bist du dahin gekommen, wo du jetzt bist?

Ich lebe meine Überzeugung. Entscheidungen an bestimmten Wegkreuzungen und auch zentrale Personen in meinem Leben haben mein Selbstbild und die Vorstellung von meiner (Um-)Welt geformt. Nachdenken, wie Probleme gelöst werden können und anschließendes, zeitnahes Handeln haben immer wieder neue Chancen aufgetan.

Hat Nachhaltigkeit schon immer eine Rolle gespielt in Deinem Leben, oder gab es den berühmten Change?

Nachhaltigkeit und die Liebe zur Natur wurde schon von den Eltern und Großeltern vorgelebt, das war eine Selbstverständlichkeit in unserer Familie. Nur damals hat das keiner Nachhaltigkeit genannt.

Wachstum ist nicht gleich Wohlstand. Die Denkweise bezüglich des 1934 geprägt Bruttosozialprodukt (Simon Kuznets 1901 – 1985) ändert sich. Es geht nicht nur um die beiden Parameter Güter und Dienstleistungen, vielmehr müssen die Quellen des Wirtschaftswachstums und deren Auswirkungen mitbedacht werden wie beispielsweise Umwelt- und soziale Verträglichkeit und Einkommens- und Vermögensverteilung.

Grüne Startups liegen mit Produkten, die ökologische und soziale Verträglichkeit beachten, immer mehr im Trend. Gerade in Nischenbereichen haben diese Unternehmen gute Zuwachsraten. Derzeitige Schätzungen gehen von 15% „green Startups“ aus.

Bei den ca. 350 Technologie- und Gründerzentren (TGZ) in Deutschland wird Sharing von Einrichtungen, Equipment und Wissen etc. schon seit den 1990er Jahren gelebt. Formen der Energieeffizienz und Energieeinsparung werden ebenfalls schon länger bedacht und im Rahmen der Möglichkeiten umgesetzt.

Große Unternehmen müssen schon jetzt Stellungnahme zu Nachhaltigkeitsthemen in ihrem Jahresabschluss nehmen. Es ist absolut wünschenswert, dass dies auch auf die kleinen und mittelständischen Unternehmen heruntergebrochen wird und so zu mehr Handeln anregt.

An welchen Punkten stößt Du, stößt Dein Unternehmen oder Deine Branche an Grenzen in der Nachhaltigkeit und wie löst Ihr diese Herausforderung?

Wenn eingefahrene Denkweisen und Traditionen die Kreativität hemmen, Herausforderungen anzugehen und die Zukunft enkelfähig zu denken. Kreativitätsmethoden helfen idealerweise mit interdisziplinärem Erfahrungs- und Gedankenaustausch mit Menschen, die auch danach die neuen Ideen austesten und umsetzen möchten.

Wie kann Deine Arbeit, oder Deine Branche dazu beitragen die Welt nachhaltiger zu machen?

Mit dem abgewandelten Spruch „Dein Kassenbon ist dein Stimmzettel – jedes Mal“ können wir uns bei jeder Handlung fragen – ob privat oder beruflich – ist es notwendig und ökologisch sinnvoll, welche Alternativen gibt es? Jeder*jede einzelne kann auch mit kleinen Schritten dazu beitragen, den Planeten zu erhalten. Im Selbstversuch mal testen, wie positiv „Verzicht“ sein kann.

Manchmal braucht es Gesetze und keine Appelle mehr an die Vernunft. Eine Anpassung verstärkt auf Umwelt und Klimaschutz muss erfolgen, wenn wir den nachfolgenden Generationen ihre Lebensgrundlage erhalten wollen. Als Beispiel: Was gab es für Kritik für die Gurtpflicht im Jahr 1984 und das Rauchverbot im Jahr 2007. Und heute? Es ist selbstverständlich und wird von dem größten Teil der Bevölkerung akzeptiert.

Was möchtest Du jungen Menschen in Sachen Nachhaltigkeit mit auf den Weg geben?

Mit den Worten von Edward Everett Hale: "Ich bin ganz allein, aber doch bin ich jemand. Ich kann nicht alles tun, aber ich kann etwas tun. Und weil ich nicht alles tun kann, soll ich mich nicht weigern, das zu tun, was ich kann."

Inspiriere uns – wie gestaltest Du Dein Arbeits- und Dein Privatleben umweltschonend?

Nachdenken (das Gehirn ist wie ein Muskel und Muskeln kann man trainieren), abwägen und ökologisch und sozial handeln. – als Beispiel für einen bewussten Lebensstil:

  • Verzicht statt Konsum. Und wenn Konsum, dann achtsam.
  • Bio, regional und saisonal. Fair und umweltverträglich produziert
  • Reparieren statt wegwerfen
  • Sharing-Modelle leben, Verschenken und selbst gebrauchte Dinge weiterbenutzen
  • Nach meinen Möglichkeiten Dinge verändern, dies ist ein ständiger Prozess

Was treibt Dich an?

Dieser einzigartige Planet, der für Alle genug bietet, wenn wir nicht über unsere Verhältnisse leben, ist unser Zuhause und ist ein riesiges Geschenk an uns. Gerade in der westlichen Welt wissen wir um die Zusammenhänge und die negativen Auswirkungen unseres Wohlstandes auf andere Menschen, Tiere und die Natur. Diese Verantwortung kann ich nicht ignorieren.

Von welcher Positiv-Schlagzeile aus Deiner Branche zum Thema Umweltschutz träumst Du?

Kaufentscheidungen werden zu 85% nach gründlicher Abwägung von ökologischen und ethischen Gründen getroffen.

Futurewoman – Empowering Women in Sustainability