• Stephanie Moßbacher

    Stephanie Moßbacher

    Geschäftsführerin & Gesellschafterin, Byodo Naturkost GmbH

    ErnährungFuturelifestyleKommunikationWirtschaft
    Do it with passion or not at all.

Sie führt einen Bio-Pionier in die Zukunft


Stephanie Moßbacher

 

Person

Geschäftsführerin & Gesellschafterin Byodo Naturkost GmbH

Jahrgang: 1989 | Geschäftssitz: Mühldorf

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  • 2020 Geschäftsführerin & Gesellschafterin Byodo
  • 2018 Bereichsleitung Marketing & Produktmanagement Byodo
  • 2018 Leitung Produktmanagement Byodo
  • 2017 Management Trainee Byodo
  • 2016 Stellv. Leitung Marketing Byodo
  • 2016 M.A. Sustainable Marketing & Leadership
  • 2012 B.A. Produktmarketing & Projektmanagement für biologische Lebensmittel
 

THEMEN

Unternehmensnachfolge | weibliche Führung | werteorientierte Unternehmensführung | Nachhaltigkeit in der Lebensmittelindustrie | female leadership | female empowerment | purpose work | next generation

 

Einsatzgebiete

Gesprächspartnerin für Interviews, Speakerin, Gast bei Diskussionsrunden, Mentorin

 

#femaleleadership #change #nextgeneration #purposework #sustainability #organicfood

Interview

Was genau machst Du beruflich im Bereich der Nachhaltigkeit?

Ich führe unser Familienunternehmen Byodo, das von meinem Vater als einem DER Bio-Pioniere vor 35 Jahren gegründet wurde, als Geschäftsführerin in die Zukunft. Eine riesige und spannende Aufgabe für mich gemeinsam mit dem Team tagtäglich noch mehr Menschen für eine nachhaltige und genussvolle Lebensweise zu inspirieren.

Wie bist du dahin gekommen, wo du jetzt bist?

Mir wurde die Frage, ob ich in das Unternehmen einsteigen will, bereits in die Wiege gelegt. Von Kindesbeinen an saß die Firma mit am Küchentisch, ich bin sozusagen mit Bio und Byodo groß geworden. Spätestens nach meinen Bachelor und Master Studiengängen in den Bereichen Nachhaltigkeit, Leadership und Marketing war mir endgültig klar: ich möchte auf jeden Fall bei Byodo Verantwortung übernehmen und diese Chance nutzen. Das habe ich dann auch getan, alle Mitarbeiter und Prozesse über mehrere Jahre kennengelernt und gleichzeitig in verschiedenen Rollen Erfahrungen gesammelt und das Vertrauen der Kollegen gewonnen.

Hat Nachhaltigkeit schon immer eine Rolle gespielt in Deinem Leben oder gab es den berühmten Change?

Nachhaltigkeit war familienbedingt schon immer fester Teil meines Lebens. Allerdings genieße ich das immens gewachsene Angebot an nachhaltigen, aber auch „attraktiven“ Angeboten über die letzten Jahre – früher galt ja: Hauptsache „Öko“. Design und Genuss: Fehlanzeige! Für mich als Ästhetin und Hedonistin aber ganz wichtig.

Bio ist ja inzwischen wirklich im Massenmarkt angekommen und in aller Munde – der ursprüngliche Traum der damals verrückten „Öko-Spinner“ ist sozusagen in Erfüllung gegangen. Gleichzeitig wird Nachhaltigkeit von neuen Marktteilnehmern häufig zum alleinigen Selbstzweck, also um mehr Geld zu verdienen, betrieben. Dabei fehlt mir häufig der aufrichtige Antrieb die Welt nachhaltiger zu machen. Und für mich persönlich ist dieses „Warum“, also die Haltung, mit der ich Dinge mache, wesentlich wichtiger als das reine Ergebnis.

An welchen Punkten stößt Du, stößt Dein Unternehmen oder Deine Branche an Grenzen in der Nachhaltigkeit und wie löst Ihr diese Herausforderung?

Eine große ganz aktuelle Herausforderung ist sicherlich, dass die biologisch angebauten Rohstoffe nicht ausreichen, um den Bedarf zu decken. Gleichzeitig drängen neue Player und Discounter mit irren Mengen in den Markt, jeder will etwas abhaben und vom Bio-Boom profitieren, dafür aber Preise unter Marktniveau bezahlen. Wir können zum Glück auf langjährige und vertrauensvolle Partnerschaften bauen, wo man in schweren Zeiten wie diesen zusammenhält und sich unterstützt – weil der Preis nicht das einzige Kriterium ist.

Wie kann Deine Arbeit oder Deine Branche dazu beitragen, die Welt nachhaltiger zu machen?

Nachhaltige Ernährung ist ein ganz entscheidender Baustein für eine nachhaltigere Welt, da sie einen integralen Bestandteil des täglichen Lebens darstellt. Oder anders gesagt: „gegessen werden muss immer“. Ich sehe deshalb einen riesigen Hebel darin, viele Menschen über dieses Grundbedürfnis zu erreichen und sensibilisieren. Ich möchte durch genussvolle Lebensmittel für Bio begeistern und somit einen Nudge für eine insgesamt nachhaltige Lebensweise geben.

Was möchtest Du jungen Menschen in Sachen Nachhaltigkeit mit auf den Weg geben?

Steckt den Kopf nicht in den Sand vor den Herausforderungen, die vor uns liegen. Genießt euer Leben bewusst – und schaut euch genau an, was nötig ist, um zu erhalten, was euch wichtig ist und dann handelt danach! Lebt Nachhaltigkeit vor, erzählt anderen davon, inspiriert sie und reißt sie mit. Gemeinsam können wir es schaffen – davon bin ich fest überzeugt.

Inspiriere uns – wie gestaltest Du Dein Arbeits- und Dein Privatleben umweltschonend?

Für mich fängt alles damit an, das Leben insgesamt so bewusst wie möglich zu gestalten. Aus dieser Haltung heraus komme ich automatisch von Materialismus, Überfluss, Ignoranz und Ausbeutung zur Konzentration aufs Wesentliche: weniger und dafür bewusster Konsum, Nähe durch menschliche Begegnung, Wertschätzung und Erhalt der Natur.

Was treibt Dich an?

Möglichst viele Menschen für eine nachhaltige und genussvolle Lebensweise zu inspirieren – und zwar gemeinsam mit Gleichgesinnten für eine positive Veränderung, die größer ist als wir selbst.

Von welcher Positiv-Schlagzeile aus Deiner Branche zum Thema Umweltschutz träumst Du?

Konventionelle Landwirtschaft komplett auf Bio umgestellt.

Futurewoman – Empowering Women in Sustainability