• Nicole Grote

    Nicole Grote

    Gründerin Mudda Natur Design

    Mich beflügelt, dass ich guten Gewissens Vorbild für meine Kinder sein kann – als Unternehmerin und Umweltschützerin.

Sie designed es Ihnen in grün

Nicole Grote – Jahrgang 1983 – Graphikdesignerin, Gründerin Mudda Natur Design

Für Nicole Grote war von Anfang an klar: Meine Designagentur wird nachhaltig. Ihre Selbstständigkeit ist ein bisschen aus der Not geboren – aber das Beste, was passieren konnte, sagt sie heute. Das Thema "Grünes Gründen" kommt ihrer Meinung nach immer noch viel zu kurz. Angebote für faire Businesskredite beispielsweise suche man vergeblich.

"Gleiche Möglichkeiten für alle" wird früh zum Leitbild

Ihr Vater zeigt ihr die Liebe zur Natur. Kulturelle Vielfalt und soziales Engagement beschäftigen Nicole Grote schon in der Grundschule. So richtig tief packt der Gedanke der Nachhaltigkeit sie aber, als sie Mutter wird. Sie überprüft alle Lebensbereiche. Ein Punkt bleibt konstant wichtig. "Stark ausgeprägt ist bei mir der Sinn für Gerechtigkeit. Darum liegen mir wahrscheinlich faire Löhne und Gleichberechtigung am Herzen." Kein Wunder, dass sie es als unfair empfindet, als sie in der Elternzeit gekündigt wird. Aber: Mit ihrem dritten Kind im Arm, einem tollen Lebensgefährten an der Seite und einer Abfindung in der Tasche beschließt sie: Jetzt mach ich's alleine. 

Was kann grün sein an einer Designagentur?

"Es ist alles grün, was grün geht. Ich setze meine Dienstleistung nachhaltig um, indem ich einen bewusst umweltfreundlichen und ökologischen Lebensstil habe. Mein Homeoffice speise ich mit selbst erzeugter Solarenergie, ich arbeite wenn möglich papierlos, verwende nachhaltigen Bürobedarf und arbeite mit Herstellern und Unternehmen zusammen, die meine Philosophie teilen."

"Grünes Gründen" muss normal werden

Sie selbst sei beim Gründen ihren Instinkten gefolgt. Dass es grünes Gründen gibt, sei ihr gar nicht bewusst gewesen. Mehrfach habe sie in der Zwischenzeit nach fairen Businesskrediten gefragt, um das Angebot zu vergrößern und auch ausbilden zu können. Bislang habe sie kein zufriedenstellendes Angebot gefunden. "Kürzlich habe ich mein Know-How bei einem StartUp Wettbewerb angeboten. Das Interesse am Thema 'Grün Gründen' war gleich null."

Ihre Forderung – Förderung von nachhaltigen Unternehmen

Steuerentlastungen, Förderkredite oder eine Art "Öko"-Sozialkasse würde Nicole Grote sich wünschen. Und dass schon bei Beratungs- und Informationsangeboten viel mehr darauf geachtet wird, dass nachhaltiges Wirtschaften ein Thema ist.

Netzwerken ist das A & O

… und gleichzeitig zu Beginn die größte Herausforderung für Nicole Grote. Zumal sie beim Start teilweise stillend am heimischen Schreibtisch sitzt. Drei Jahre später ist sie zufrieden mit dem Status Quo ihres Unternehmens, nutzt aber natürlich weiterhin jede Gelegenheit zum Netzwerken und Akquirieren.

Warum grün Gründen?

"Ich lebe nicht nur von meinem Beruf, sondern auch dafür." Ein schöner Satz, den Nicole Grote aus tiefster Überzeugung sagt. Ihr Beruf sei ihr Beitrag, Nachhaltigkeit in die Welt zu pflanzen. In ihrer Familie, insbesondere durch ihren Mann, finde sie die nötige Kraft und Unterstützung.

Futurewoman ist ein Projekt von Janine Steeger