Wie wahrscheinlich viele Nachhaltigkeitsmanager:innen jongliere ich ganz unterschiedliche Themen, von Regulatorik und Reporting über Menschenrechte und Lieferketten bis hin zu Audits, Projekten und Kommunikation. Dabei sehe ich mich vor allem als Sparringspartnerin, die zwischen Fachlichkeit und Praxis übersetzt und Nachhaltigkeit verständlich und umsetzbar macht.
Nach meiner Ausbildung zur Industriekauffrau bin ich über den Einkauf ins Nachhaltigkeitsmanagement gekommen. Parallel habe ich meinen Bachelor in BWL absolviert und anschließend ein Masterstudium in Nachhaltigem Management begonnen. Vollzeitjob und Studium gleichzeitig bedeuten viele Bälle in der Luft, genau das liegt mir aber ziemlich gut.
Den einen großen Change gab es nicht. Umweltbewusstsein, Fairness und Gerechtigkeit waren mir schon immer wichtig. Als Nachhaltigkeitsmanagerin habe ich schließlich auch beruflich einen Rahmen gefunden, diese Themen voranzubringen.
Ein großer Trend ist für mich die zunehmende Datenorientierung. Gerade in der Lieferkette wird Transparenz immer wichtiger. Je besser die Datengrundlage, desto gezielter können Nachhaltigkeitsthemen gesteuert und weiterentwickelt werden.
Nachhaltigkeit bringt unterschiedliche Anforderungen und Perspektiven zusammen, von Wirtschaftlichkeit über Regulatorik bis hin zu ökologischen und sozialen Zielen. Die Herausforderung liegt darin, gute Lösungen für diese verschiedenen Interessen zu finden. Dafür braucht es Austausch, Pragmatismus und manchmal auch einen langen Atem.
Für mich liegt der größte Hebel darin, Nachhaltigkeit verständlich und alltagstauglich zu machen. Je selbstverständlicher sie in Entscheidungen mitgedacht wird, desto mehr können wir gemeinsam bewegen.
Sucht euch Menschen, die euch herausfordern, andere Perspektiven mitbringen und gemeinsam mit euch Dinge voranbringen wollen. Gute Netzwerke geben Wissen, Mut und Energie.
Bei mir sind es vor allem die kleinen Dinge: viel mit dem Fahrrad unterwegs sein, bewusst konsumieren und lieber gebraucht als neu kaufen.
Still sein hilft nicht. Eine einzelne Stimme verändert vielleicht nicht die Welt, aber das ist für mich kein Grund, sie nicht einzusetzen. Mich treibt die Vorstellung einer gerechteren Zukunft für Menschen und unseren Planeten an. Groß gedacht? Vielleicht. Aber irgendwo muss man anfangen :)
„Nachhaltigkeit ist gekommen, um zu bleiben.“