• Sina Brod

    Sina Brod

    Geschäftsführerin Klima-Kollekte

    Beratung
    Die Zukunft des Klimas hat längst begonnen: Gemeinsam bewältigen wir die Klimakrise und sorgen lokal und global für ein lebenswertes Klima der Zukunft.

"Kompensation folgt auf die Reduktion von Emissionen und ist dann gut, wenn wir im globalen Süden positives für Mensch und Klima gestalten können."


Sina Brod

 

Person

Geschäftsführerin Klima-Kollekte Kirchlicher Kompensationsfonds gGmbH

Jahrgang: 1985 | Geschäftssitz: Berlin

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Berufserfahrung:

  • Okt. 2020 – heute Klima-Kollekte gGmbH, Geschäftsführerin
  • Nov. 2014 – Sep. 2020 Klima-Kollekte gGmbH, Referentin Marketing und Kooperationen
  • April 2014 – Okt. 2014 freiberufliche Tätigkeit
  • Aug. 2010 – März 2014 Save Cambodia’s Wildlife, Beraterin für Organisationsentwicklung, speziell Fundraising

Ausbildung:

  • 2016 – 2018 Studium Nachhaltigkeits- und Qualitätsmanagement HWR Berlin
    Abschluss: Master of Arts, Gesamtnote: 1,5
  • 2008 – 2010 Studium Religions- und Kulturwissenschaften HU-Berlin
    Abschluss: Master of Arts, Gesamtnote: 1,7

Veröffentlichungen:

 

THEMEN

Klimamanagement in KMU | Kompensation | Freiwilliger Emissionshandel | Klimaschutzprojekte und Standards | Armutsbekämpfung und Klimaschutzprojekte

 

Einsatzgebiete

Beiträge in Magazinen | Gast bei Diskussionsrunden (digital, TV, Hörfunk) | Speakerin | Workshop-Begleitung/Moderation

 

#Klimaschutz #Kompensation #VCM #Goldstandard

Foto: Felix Zahn für Engagement Global 15.09.2018
Foto: Felix Zahn für Engagement Global 15.09.2018

Interview

Was genau machst Du beruflich im Bereich der Nachhaltigkeit?

Im Bereich Nachhaltigkeit widme ich mich speziell dem Klimaschutz. Ich berate Kirchen und KMU zum Klimamanagement, zu Emissionsminderung und Kompensation über Projekte, die in Schwellen- und Entwicklungsländern auch Armut bekämpfen.

Wie bist du dahin gekommen, wo du jetzt bist?

Durch die Entwicklungszusammenarbeit erfuhr ich, wie alles in der Welt zusammenhängt und wie unser Handeln im Globalen Norden auf die Lebenssituation der Menschen im Globalen Süden wirkt. Die Folgen des Klimawandels sind dort spürbar, wo Menschen am wenigsten dazu beitragen. Dem entgegen zu wirken, ist Teil meiner Aufgabe.

Hat Nachhaltigkeit schon immer eine Rolle gespielt in Deinem Leben, oder gab es den berühmten Change?

Eine fleischlose Ernährung und Themen wie fairer Handel spielen schon seit über 10 Jahren eine große Rolle in meinem Leben, aber der ganzheitliche, nachhaltige Konsum war maßgeblich durch die Lebenszeit in Kambodscha geprägt. Textilarbeiterinnen zu sehen, die wie Vieh von den Produktionsstätten abgeholt wurden, in denen sie sechs Tage pro Woche für 80 US$ im Monat arbeiteten war eine Change-Situation.

Emissionsminderung durch energetische Umstellungen und Kompensation über die SDGs-fördernde Projekte sind in meinem Bereich total wichtig geworden.

An welchen Punkten stößt Du, stößt Dein Unternehmen oder Deine Branche an Grenzen in der Nachhaltigkeit und wie löst Ihr diese Herausforderung?

Wir wünschen uns noch mehr Unternehmen, die nachweislich CO₂ vermeiden und reduzieren und dann erst kompensieren. Wir bieten zunehmend Informations- und Bildungsformate an, um über diese Trias und das beste Vorgehen zu informieren und unterstützend zu begleiten.

Wie kann Deine Arbeit, oder Deine Branche dazu beitragen die Welt nachhaltiger zu machen?

In dem wir dazu motivieren auf vielfältige Weise im privaten wie unternehmerischen Sinne klimafreundlich zu agieren. So erreichen wir die Begrenzung der Erderwärmung bis 2 Grad bis Ende des Jahrhunderts.

Was möchtest Du jungen Menschen in Sachen Nachhaltigkeit mit auf den Weg geben?

Klimaschutz bedeutet nicht zu verzichten, sondern die richtige Wahl zu treffen. Es liegt in unserer Hand, nachhaltige Angebote gibt es genügend.

Inspiriere uns – wie gestaltest Du Dein Arbeits- und Dein Privatleben umweltschonend?

Ich liebe das Campen, langsam unterwegs zu sein und die Natur auf mich wirken zu lassen, finde ich großartig. Wir rösten Brot und grillen leckere Gemüsespieße aus regionalem Bio-Anbau. Dazu gibt es ein Bier, das in der Nähe gebraut wurde.

An der Arbeit sind wir zertifiziert mit dem grünen Hahn, dem kirchlichen Umweltmanagement. Wir reisen mit der Bahn, wir drucken sparsam, nutzen Öko-Strom, statten eigene Sitzungen mit vegetarischer Verpflegung aus und kompensieren konsequent alle unvermeidbaren Emissionen.

Was treibt Dich an?

Der Wunsch, das die nachfolgenden Generationen eine ebenso lebenswerte Erde vorfinden wie es meine Generation kann.
Ungerechtigkeit stößt mich ab und treibt mich an, klimagerecht zu handeln.

Von welcher Positiv-Schlagzeile aus Deiner Branche zum Thema Umweltschutz träumst Du?

Deutsche Politiker*innen steigen zu 100% auf E-Mobilität um und fördern den Umbau zu autofreien Innenstädten in Milliardenhöhe.

Futurewoman – Empowering Women in Sustainability