Ich bin freiberufliche Kommunikationsdesignerin mit Schwerpunkt auf nachhaltige und soziale Themen. Ich entwickle Corporate Designs, Markenbilder und alle Arten von visuellen Materialien – vom Branding bis zur kompletten Publikation – für Projekte, Organisationen und Unternehmen, die ökologische und soziale Verantwortung übernehmen.
In Agenturen habe ich häufig für Projekte gearbeitet, die nicht im Einklang mit meinen Werten standen. Irgendwann hatte ich einfach genug davon und wollte meine Energie darauf verwenden, für solche Kunden und Projekte zu arbeiten, die wirklich etwas bewegen. Das hat mich wirklich angetrieben.
Irgendwie war es schon immer da. Ich komme ja schließlich aus dem schönen Sauerland. Dass es auch beruflich eine Rolle für mich spielt, wurde mir im interdisziplinären Design-Studium immer bewusster. Da habe ich das erste mal von Cradle-to-cradle gehört und vom ökologischen Fußabdruck. Von da an wusste ich, wo ich als Designerin hin will.
Oft ist in der Praxis das Budget die größte Grenze für nachhaltiges Design. Aber genau darin liegt mein kreativer Spielraum: Produktionskosten clever reduzieren, Print und Digital kombinieren oder bewusst Schwerpunkte setzen, damit die Qualität sich in den wichtigsten Elementen verdichtet.
Da gibt es verschiedene Ebenen. Die eine Ebene ist sehr direkt und betrifft Design-Entscheidungen zur Produktionsart von gedruckten Medien oder dem Öko-Hosting von Webseiten.
Die andere Ebene ist tiefer und weitreichender und betrifft die Art der Ansprache: Wie kann man Menschen zu mehr Nachhaltigkeit bewegen? Je nach Zielgruppe/Empfänger fällt die Antwort ganz anders aus. Es stecken ja schließlich nicht alle Menschen in der Öko-Bubble. Nachhaltigkeit muss einfach mitreißen.
Sei mutig und mach einfach! Ich vergesse nie das beflügelte Gefühl, das ich hatte, als ich mich bewusst und zuerst etwas unsicher in die Selbstständigkeit gewagt habe, um genau das zu machen, was sich richtig für mich anfühlt. Und ich war überrascht, wie einfach es auf einmal war.
Privat lebe ich nach dem Prinzip: Dein Kassenbon ist dein Stimmzettel. Finanziell klappt das sehr gut, denn was meine Familie für Bio-Lebensmittel mehr ausgibt, sparen wir für Second Hand-Produkte wieder ein.
Und bei der Arbeit? Öko-Strom, Öko-Bank, Öko-Hosting, ÖPNV & natürlich das Fahrrad. Damit ist schon viel getan, ohne groß darüber nachzudenken.
Ich habe einen Sohn und ich will, dass er, wenn er alt ist, immer noch die schönen Wälder im Sauerland bestaunen kann.
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