• Annika Theiß

    Annika Theiß

    ESG Strategy Management, Deutsche Telekom AG

    Corporate ResponsibilityPolitikStart-upTechnologie & TechnikWirtschaft
    Veränderungen gestalten für eine nachhaltig lebenswerte Zukunft.

Wirkung entsteht, wenn Nachhaltigkeit fest in der UnternehmensStrategie verankert ist und von Werten getragen wird.


Annika Theiß

 

Person

Postition: ESG Strategy Management, Deutsche Telekom AG

Geschäftssitz: Bonn

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  • Seit 2022: ESG Strategy Management @ Group Corporate Responsibility, Deutsche Telekom AG, Leitung von Projekten sowohl im Bereich Umwelt (z.B. zur Emissionsreduktion von Zuliefernden) als auch Soziales (z.B. zur Messbarkeit von sozialer Wirkung)
  • 2020-2024: Ehrenamt im sozialen Startup "plusX gUG" zur Förderung von Chancengleichheit für finanziell benachteiligte Kinder und Jugendliche durch soziale & kulturelle Teilhabe
  • 2018-2022: Change Management bei Deutsche Telekom Service GmbH (inkl. Weiterbildungen: Facilitation (Gruppenmoderation), Systemisches Coaching & Veränderungs-Management)
  • 2016-2017: Trainee Programm, Deutsche Telekom AG
  • 2014-2015: Lund University (Sweden) - Master of Science in Business Administration (Managing People, Knowledge and Change)
  • 2010-2013 Universität Mannheim - Bachelor of Science in Betriebswirtschaftslehre
 

THEMEN

Nachhaltigkeitsstrategie | Nachhaltige Lieferketten | Soziale Wirksamkeit
 

Einsatzgebiete

Panel-Gast | Interviews | Leitung von Workshops / Seminaren

 

#corporateresponsibility #politik #startup #technologie #technik #wirtschaft

Interview

Was genau machst Du beruflich im Bereich der Nachhaltigkeit?

Im Nachhaltigkeitsbereich der Deutschen Telekom arbeite ich an Themen, die sowohl ökologische als auch gesellschaftliche Wirkung entfalten. Dabei konnte ich bereits Projekte in allen ESG-Bereichen verantworten.

Im Bereich Social ist es zum Beispiel darum gegangen, Produkte und Services barriere- und diskriminierungsfrei zu gestalten sowie soziale Wirksamkeit messbar zu machen und strategisch weiterzuentwickeln.

Im Bereich Environment liegt mein Fokus aktuell auf der Reduktion von Emissionen entlang unserer Lieferkette. Gemeinsam mit Zuliefernden entwickeln wir Lösungen, um Klimaziele zu erreichen und die Transformation zu einer nachhaltigeren Wirtschaft voranzutreiben.

Wie bist du dahin gekommen, wo du jetzt bist?

Schon in meinem Masterstudium in Schweden an der Lund University hat das Thema Nachhaltigkeit eine große Rolle gespielt. Die schwedische Universität hat viel Wert darauf gelegt den Studierenden Fähigkeiten zu vermitteln, wie das kritische Hinterfragen von Entwicklungen und systemisches Denken.

Nach meinem Trainee-Programm habe ich in einem Strategie- und Change- Management-Team gearbeitet und Transformationen begleitet. Parallel dazu habe ich mich weitergebildet sowohl im Bereich der Gruppenmoderation (Facilitation) als auch im Bereich des systemischen Coachings von Einzelpersonen. 

Währenddessen habe ich auch durch mein Ehrenamt in einem sozialen Startup viel über die Wichtigkeit von sozialer Chancengleichheit durch kulturelle Teilhabe gelernt.

Mit diesen Erfahrungen im Gepäck bin ich dann im Nachhaltigkeitsbereich der Telekom gestartet und nutze dort das erlangte Wissen, um systemische Zusammenhänge und Abhängigkeiten, beispielsweise zwischen Umwelt- und sozialen Entwicklungen, im Blick zu haben.

Hat Nachhaltigkeit schon immer eine Rolle gespielt in Deinem Leben oder gab es den berühmten Change?

Tatsächlich wurde schon in meiner Familie immer viel Wert auf den sparsamen Einsatz von Ressourcen gelegt. Deswegen würde ich sagen, dass ich damit schon aufgewachsen bin. Über das Studium an der schwedischen Universität habe ich aber dann nochmal viel mehr Bewusstsein für das Thema entwickelt.

Der größte Trend besteht darin, Nachhaltigkeit von Anfang an im Kerngeschäft mitzudenken. Das heißt Nachhaltigkeits-Kriterien direkt im Produktentwicklungsprozess zu berücksichtigen - und nicht, wie bisher oft, erst, wenn das Produkt bereits vorliegt, zu überlegen, wie man es nachhaltiger gestalten könnte. EcoDesign ist also ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung und sollte mit der Überlegung einhergehen, ob das Produkt an sich einen gesellschaftlichen Mehrwert bietet und tatsächlich benötigt wird.

An welchen Punkten stößt Du, stößt Dein Unternehmen oder Deine Branche an Grenzen in der Nachhaltigkeit und wie löst Ihr diese Herausforderung?

Bei dem, was man als Unternehmen selbst beeinflussen kann, also bei den durch das Unternehmen selbst hervorgerufenen Emissionen (Scope 1 und 2), haben wir einen guten Fortschritt in den letzten Jahren erzielt.

An Herausforderungen stoßen wir bei den Emissionen, die in der Wertschöpfungskette entstehen (Scope 3). Insbesondere die Zuliefernden dazu zu bringen, ihre Emissionen zu reduzieren, stellt eine große Herausforderung dar.
Um den Forderungen an die Zuliefernden mehr Gewicht zu verleihen, schließen wir uns beispielsweise mit anderen Telekommunikationsunternehmen in der Branche zusammen. Durch dieses gemeinschaftliche Vorgehen wird die Forderung nach Emissionsreduktion stärker und die Zuliefernden kommen in größeren Zugzwang.

Wie kann Deine Arbeit oder Deine Branche dazu beitragen, die Welt nachhaltiger zu machen?

Die Telekommunikations-Industrie hat ein großes Portfolio: von Netzen, über Endgeräte bis hin zu Rechenzentren.
Nachhaltigkeit in der Telekommunikation bedeutet, Ressourcen effizient zu nutzen, Emissionen zu reduzieren und Lebenszyklen von Geräten und Infrastruktur umweltfreundlich zu gestalten.

Nur so kann die digitale Vernetzung und Verbindung von Menschen langfristig umweltverträglich sein.

Was möchtest Du jungen Menschen in Sachen Nachhaltigkeit mit auf den Weg geben?

Engagiert euch weiter für Nachhaltigkeit, hört nicht auf zu kämpfen und ermöglicht so eine nachhaltig lebenswerte Zukunft für die Menschheit.

Inspiriere uns – wie gestaltest Du Dein Arbeits- und Dein Privatleben umweltschonend?

Aufgrund des enormen Energieverbrauchs von KI habe ich mir angewöhnt, mir vor der Nutzung sehr bewusst die Frage zu stellen, ob für dieses Thema der Einsatz von KI wirklich nötig ist und falls ja, eine möglichst nachhaltige KI zu nutzen, wie beispielsweise den Ecosia AI Chat.

Und ich teste gerne neue vegetarische und vegane Gerichte aus und bin meistens sehr begeistert davon, wie gesund und lecker sie sind.

Was treibt Dich an?

Mich treibt die Zuversicht an, dass wir unsere Welt zum Positiven verändern können, wenn sich genug Menschen dafür einsetzen.

Von welcher Positiv-Schlagzeile aus Deiner Branche zum Thema Umweltschutz träumst Du?

"Die Menschheit hat verstanden, dass Wirtschaftswachstum nicht der einzig relevante Faktor ist und konzentriert sich stattdessen darauf, den Planeten zu schützen und ein nachhaltig sozial gerechtes Leben für alle Menschen zu ermöglichen."

Das gilt, wie ihr vermutlich schon gemerkt habt, nicht nur für eine einzelne Branche - sondern für uns alle :)

Futurewoman – Empowering Women in Sustainability