• Claudia Winkler

    Claudia Winkler

    Mit-Gründerin von goood

    Jeder kann ein change maker sein. Man ist nie zu jung, zu alt, zu whatever. Wir haben es täglich in der Hand.

Sie verändert die Welt via Telefon

Claudia Winkler – Jahrgang 1974 – Mit-Gründerin von goood

Claudia Winkler hat irgendwann beschlossen, auf ihre Karriere zu pfeifen. Dabei war sie ganz oben angekommen in der Telko Branche, im C-Level Bereich, wie es so schön heißt, international noch dazu. Aber dann sucht sie nach dem Sinn in ihrem Tun, findet ihn nicht, kündigt, studiert "soziale Innovation" und gründet mit Gleichgesinnten goood mobile. Mit diesem Mobilfunkanbieter können Kunden günstig telefonieren und gleichzeitig Geld für soziale Projekte auf der ganzen Welt spenden. Quatschen mit Sinn sozusagen. Genial. 

Danke an meine Schwester

Aufmerksam geworden auf goood bin ich durch meine Schwester. Sie hatte mir gesagt: Die Fantastischen Vier machen da jetzt bei irgendwas Coolem mit. Das solltest du dir mal anschauen. Hab ich getan und bin auf Claudia Winkler gestoßen. Ihr Social Business hat mich sofort so sehr überzeugt, dass ich die wichtigsten Fragen abgeklopft habe. Ja, ich kann bei einem Wechsel meine Nummer mitnehmen. Die Netzabdeckung wird von den Nutzern als sehr gut bezeichnet. Selbst der beste Tarif würde mich sehr viel weniger kosten, als mein jetziger. Und jeweils 10 Prozent der monatlichen Grundgebühr gehen an ein Projekt meiner Wahl. Nein… es gibt keine subventionierten Handys. Zumindest im Moment noch nicht. Im Sinne der Nachhaltigkeit will Claudia Winkler den Konsum von immer neuen Mobiltelefonen nicht unterstützen. "Jeder Monat, den ein Handy länger im Gebrauch ist, hilft", sagt sie. 

Claudia Winkler – Futurewoman

Fakten

60 Millionen ausrangierte Handys liegen in Deutschland in Schubladen rum, schätzt das Umweltbundesamt. Das sind ein Haufen wertvoller Ressourcen: 3 Tonnen Gold, 30 Tonnen Silber, 1900 Tonnen Kupfer, 151 Tonnen Aluminium und 105 Tonnen Zinn. Im Durchschnitt wird jedes Gerät nur zwischen 18 und 24 Monate lang benutzt. Danach muss es der neuestes heiße Scheiß sein. Ist ja auch so einfach. Die meisten Mobilfunkanbieter schmeißen einem die Handys nur so hinterher. 

Veränderungen als Chance begreifen

Claudia Winkler ist von der Freude darüber getrieben etwas verändern, etwas bewirken zu können. Sie sei Zukunftsoptimistin, sagt sie von sich selbst. Und deshalb sei sie auch sicher, dass ihr Social Business sich mittelfristig selbst tragen kann. Schließlich seien außer ihr noch zahlreiche Mobilfunkprofis an Bord, die wissen, was sie tun und dass sie es besser machen wollen als in der Vergangenheit. 

Futurewoman ist ein Projekt von Janine Steeger