• Anna Trost

    Anna Trost

    Gründerin, Marketing- und PR-Strategin bei Eco`luja

    BeratungKommunikationTechnik
    Lasst uns eine Zukunft gestalten, in der wir alle gut und gerne leben. Denn wir können das!

"Mitarbeitende wissen manchmal gar nicht, was ihr Unternehmen in Sachen Nachhaltigkeit macht."


Anna Trost

 

Person

Gründerin, Marketing- und PR-Strategin bei Eco`luja – Anna Trost

Jahrgang: 1978 | Geschäftssitz: Haar bei München

Mehr erfahren

  • 8+ Jahre Erfahrung mit Nachhaltigkeits- und CSR-Kommunikation, unter anderem bei Siemens Gamesa Renewable Energy
  • 10+ Jahre Erfahrung mit Change-Management und Transformation, zum Beispiel als Vermittlerin zwischen Management und rund 2.200 Mitarbeiterenden bei einer bedeutenden Fusion
  • 17+ Jahre Erfahrung mit B2B- und Technologiemarketing
  • mehrmonatige Arbeitsaufenthalte in China und Irland, während derer sie Land, Leute und Arbeitsweisen kennenlernte
  • Diplom-Kauffrau Univ. (BWL) mit den Schwerpunkten: Marketing, Internationales Management, Wirtschaftsinformatik
 

THEMEN

  • Transformation zum nachhaltigen Unternehmen: Was nützt es meinem Unternehmen? Wie binde ich am besten meine Anspruchsgruppen ein? Wie nutze ich es zum Gewinnen und Binden von Mitarbeitenden?
  • PR und Marketing für nachhaltige Unternehmen: Wie werde ich optimal am Markt wahrgenommen? Wie kommuniziere ich glaubwürdig? Mit wem sollte ich kommunizieren?
  • Das wirtschaftliche Potenzial Deutschlands und der EU mit Greentech und Nachhaltigkeit
 

Einsatzgebiete

Speakerin | Gast bei Diskussionsrunden | Moderatorin | Gestaltung und Begleitung von Workshops, z.B. zur Transformation in ein nachhaltiges Unternehmen

 

#greentech #cleantech #climatetech #nachhaltigkeit #sustainability #erneuerbareenergien #CSR #employerbranding #changemanagement #kreislaufwirtschaft

Interview

Was genau machst Du beruflich im Bereich der Nachhaltigkeit?

Ich begleite Unternehmen, die nachhaltiger werden möchten, in PR, Marketing und interner Kommunikation. Zum Beispiel arbeite ich mit ihnen daran, ihre ökologischen und sozialen Maßnahmen zu nutzen, um Mitarbeitende zu binden und neue zu gewinnen. Ich sehe häufig, dass viele Mitarbeitende gar nicht genau wissen, was ihr Unternehmen eigentlich schon Großartiges macht. Dabei sind ja gerade sie das beste Aushängeschild für eine Firma. In dem Fall unterstütze ich beim Change-Management und Employer-Branding. Vielen Unternehmen ist aber zum Beispiel auch der Dialog mit ihren Investoren sehr wichtig. Außerdem habe ich mich auf Marketing für Greentech-Unternehmen spezialisiert. Das ist genau der Bereich, in dem ich ebenfalls mit jahrelanger Erfahrung unterstützen kann, zum Beispiel in den Erneuerbaren Energien, der Wasserwirtschaft und im Bereich Energieeffizienz. Insbesondere bei Wasser und Energieeffizienz steckt für viele Unternehmen auch ein knallharter Business-Case dahinter.

Wie bist du dahin gekommen, wo du jetzt bist?

Ich habe die Zahlen zum Klimawandel und zur weltweiten Armut gesehen. Ich dachte mir: In was für einer Welt und in was für einem Land möchte ich leben? Zudem habe ich mir die vielen Lösungen angeschaut, die wir bereits haben, zum Beispiel im Greentech-Bereich. Gerade auch hier in Deutschland. Ich bin aber der Überzeugung, dass wirklich jeder Schritt in Richtung Nachhaltigkeit zählt. Auch, wenn er erst mal nicht so groß erscheinen mag. Anschließend war meine Überlegung: Wo kann ich mit meinen Qualifikationen und meiner Erfahrung dazu beitragen, die Welt besser zu machen? Beim Veränderungsmanagement, Marketing, PR und Greentech kann ich jahrelange Erfahrung einbringen. Außerdem sehe ich bei Greentech einen besonders großen Hebel.

Hat Nachhaltigkeit schon immer eine Rolle gespielt in Deinem Leben, oder gab es den berühmten Change?

Ich bin in einem sehr grün-sozialen Elternhaus aufgewachsen. Während des Studiums wollte ich davon aber erst mal gar nichts mehr wissen. Ich wollte mein Leben und den Erfolg genießen. Und auch konsumieren. Ich habe schon als Werkstudentin einige Erfolge eingefahren. Über die Jahre habe ich gemerkt, dass wir in Deutschland gar nicht so viel für die Umwelt tun, wie ich immer dachte, zum Beispiel beim Recycling. Da hat für mich das Umdenken begonnen. Seitdem möchte ich aktiv etwas ändern.

Ich beobachte, dass Greentech – auch in Form von Climatetech oder Cleantech – als Ganzes einen Trend erfährt. Zum Beispiel sind Greentech-Unternehmen auch die Finalisten des Deutschen Nachhaltigkeitspreises. Ich denke aber, wir sollten hier beide Bereiche im Blick behalten: Ich bin immer wieder begeistert, wie viele Start-ups und kluge, neue Ideen es in diesem Bereich gibt. Auf der anderen Seite gibt es auch die traditionellen Greentech-Brachen, wie zum Beispiel die Abfallwirtschaft. Hier ist auch noch sehr viel Potenzial. Die leisten aber auch schon sehr viel für uns.

An welchen Punkten stößt Du, stößt Dein Unternehmen oder Deine Branche an Grenzen in der Nachhaltigkeit und wie löst Ihr diese Herausforderung?

Ich bin im Moment noch im Aufbau. Von daher ist alles, was Kosten verursacht, im Moment noch eine Herausforderung. Dennoch reise ich zum Beispiel überwiegend mit der Bahn. Der Vorteil: Man kann dort super arbeiten.

Wie kann Deine Arbeit, oder Deine Branche dazu beitragen die Welt nachhaltiger zu machen?

Ich denke, die Marketing- und PR-Branche hat sehr viele Möglichkeiten, Nachhaltigkeit in Deutschland und darüber hinaus, in Schwung zu versetzen. Ihre Stärke ist es, Menschen bewegen und sensibilisieren zu können. Wenn wir es richtig anstellen, können wir sehr viel zu einem positiven Schub beitragen.

Was war der Auslöser für die Gründung?

Ich fand die Arbeit in Unternehmen auch immer gut. Ich wollte aber richtig etwas bewegen. Da habe ich aktuell mehr Möglichkeiten mit einer eigenen Firma gesehen. Außerdem wollte ich mich selbst herausfordern. Erfahren, wie viel man zusätzlich noch erreichen kann, schadet ja auch nie. ;-)

Was waren die größten Hürden und wie hast Du diese gemeistert?

Jeder Tag ist für mich eine neue, spannende Herausforderung. Die größte Herausforderung ist aber, dass er nur 24 Stunden hat. Striktes Priorisieren ist die eine Lösung. Mittlerweile bin ich auch soweit, dass ich mir etwas mehr Unterstützung holen kann als ganz am Anfang.

Was möchtest Du jungen Menschen in Sachen Nachhaltigkeit mit auf den Weg geben?

Ich finde es wahnsinnig gut, wie und wie viele sich in den jungen Generationen für Nachhaltigkeit einsetzen. Was ich mir insgesamt in der Diskussion wünsche, ist noch etwas mehr Lösungsorientierung. Ein Beispiel: Wenn ich auf dem Land lebe, werde ich heute nicht komplett auf das Auto verzichten können. Dafür kann ich vielleicht direkt und ohne lange Transportwege beim Biobauern kaufen und das Gemüse selbst einlagern. Da bringt es nichts, sich gegenseitig anzuprangern. Lasst uns lieber gemeinsam anpacken und an Lösungen für soziale und ökologische Themen arbeiten! Wobei es hier ja auch bereits viele großartige Unternehmen und Institutionen gibt. Lasst uns die nutzen und verbreiten!

Inspiriere uns – wie gestaltest Du Dein Arbeits- und Dein Privatleben umweltschonend?

Ich sehe zu, dass ich alle Aspekte der Nachhaltigkeit mit einbeziehe, also ökonomisch, ökologisch und sozial. Das Schöne ist: Es gibt mittlerweile sehr viel Auswahl an Produkten, zum Beispiel bei ethischer Mode. Ansonsten halte ich es mit der VAUDE-Geschäftsführerin, Antje von Dewitz: Spontan- und Lustkäufe verkneife ich mir in Summe. Wenn ich etwas brauche, schaue ich, was die nachhaltigen Alternativen sind.

Was treibt Dich an?

Es klingt vielleicht etwas kitschig, aber ich war schon immer eine „unverbesserliche Weltverbesserin“. Aber auch der Spaß an den Themen darf nicht fehlen. Ich bin unglaublich neugierig auf die vielfältigsten Themen, Menschen und die Welt insgesamt. Es ist schon was Tolles, dass es uns und diesen Planeten mit allem darauf gibt! Dieser Entdeckergeist und jeden Tag etwas Neues auszuprobieren treiben mich ebenfalls an.

Von welcher Positiv-Schlagzeile aus Deiner Branche zum Thema Umweltschutz träumst Du?

Wir haben im gesamten Bereich noch einige Herausforderungen vor uns und Lösungen zu finden. Da will ich mich nicht auf die Branche als Lösungsgeberin festlegen. Viele wirklich innovative Ideen entstehen gerade, wenn Branchen zusammenarbeiten. Das haben wir, aus meiner Sicht, aus der digitalen Disruption gelernt.

Futurewoman – Empowering Women in Sustainability