• Emma Lauren Roach

    Emma Lauren Roach

    Beraterin Nachhaltigkeitsstrategie

    Beratung
    Die Circular Economy ist das Wirtschaftsmodell der Zukunft. Um Finanz- und Realwirtschaft zirkulär zu gestalten, müssen wir ganzheitlich denken.

Sie entwickelt ganzheitliche Nachhaltigkeitsstrategien und (digitale) Lösungen für die Circular Economy.


Emma Lauren Roach

 

Person

Beraterin Nachhaltigkeitsstrategie | Gründerin

Jahrgang: 1992 | Geschäftssitz: Frankfurt

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Arbeitserfahrung

  • 2020 - heute Gründerin, Beraterin, Dozentin | Digitale und nachhaltige Transformation
  • 2018 - 2020 Management- und Strategieberaterin Finance | Commerz Business Consulting GmbH
  • 2015 - 2017 Beraterin nachhaltige Infrastruktur | GIZ GmbH (Jemen, Indien, Syrien)
Bildung
- 2021 Sustainable Finance | University of Cambridge
- 2019 Urbane Resilienz und Wärmeentwicklung | Bauhaus Universität Weimar
- 2017 M.Sc. Integriertes Ressourcenmanagement | TH Köln & University of Jordan
- 2016 Urbane Wasserversorgung in Not- und Krisensituationen | UNICEF
- 2013 B.Sc. Umweltwissenschaften | EMA Universität Greifswald

 

THEMEN

Sustainable Finance | Nachhaltige Geschäftsmodelle | Circular Economy – Produktdesign- und Geschäftsmodellentwicklung | Nachhaltigkeitsmanagement | Nachhaltigkeitsstrategien | nachhaltige Organisationsentwicklung durch Zukunftsteams | Zukunftsfähigkeit

 

Einsatzgebiete

Facilitation | Beratung | Moderation | Speakerin | Design Thinking Workshops | langfristige Projektumsetzung | Schulung

 

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Interview

Was genau machst Du beruflich im Bereich der Nachhaltigkeit?

Ich kombiniere meine Erfahrung aus Strategieberatung, Nachhaltigkeit und Finance, um Unternehmen bei ihrer Entwicklung von Nachhaltigkeitsstrategien, zirkulären Geschäftsmodellen und innovativen Produkten zu unterstützen. Weil ich in der Digitalisierung eine Schlüsselfunktion für Nachhaltigkeit sehe, entwickle ich digitale Lösungen für die Transformation hin zu einer Circular Economy.

Wie bist du dahin gekommen, wo du jetzt bist?

Über eine Kombination aus Erfahrungen, die ich in Nachhaltigkeitsprojekten in Indien, Jemen und Syrien gesammelt habe und den Einblicken in die Welt der Banken aus der Finanzmetropole Frankfurt sowie viel Mut, mich immer wieder zu verändern und dazu zu lernen. Und natürlich mit den richtigen Menschen an meiner Seite.

Hat Nachhaltigkeit schon immer eine Rolle gespielt in Deinem Leben oder gab es den berühmten Change?

Ich bin wohl die erste Generation, in der Klimawandel und Nachhaltigkeit stärker zum Thema geworden ist. Damals war der Treibhauseffekt etwas, das noch viel Erklärungsbedarf hatte. Wie viele andere, hat mich Al Gores „Unbequeme Wahrheit“ geprägt und dazu bewegt, Umweltwissenschaften und Ressourcenmanagement zu studieren. Seitdem bin ich auf der Suche nach einem Weg, Profit und ökologische sowie soziale Nachhaltigkeit zu vereinen – für mich selbst, aber auch für die Projekte und Organisationen, in denen ich wirke.

Nachhaltigkeit als Megatrend wird heute durch Unternehmen häufig eher aufgrund verschiedener externer Treiber umgesetzt: die Gesetzgebung verlangt nach Transparenz in Wirkung der Unternehmen und ihrer Lieferketten, die Kund*innen bevorzugen nachhaltige Produkte, Investor*innen bevorzugen nachhaltige Anlagen und Menschen haben keine Lust mehr für Unternehmen zu arbeiten, die die Umwelt zerstören. Geschäftsführer*innen müssen sich heute überlegen, ob sie diese Treiber als Anstoß nutzen, um sich auf dem Markt zukunftssicher zu positionieren und Teil der Lösung zu werden.

An welchen Punkten stößt Du, stößt Dein Unternehmen oder Deine Branche an Grenzen in der Nachhaltigkeit und wie löst Ihr diese Herausforderung?

Viele Grenzen bestehen aktuell in den Köpfen der Menschen, da die meisten von uns nur die aktuelle, lineare Wirtschaft kennen. Und jeder einzelne wieder nur das Silo seiner Branche, seines Unternehmens und seiner Abteilung. Daher ist es umso wichtiger, Leute aus verschiedenen Bereichen zusammenzubringen und gemeinsam in interdisziplinären Teams an Lösungen zu arbeiten, die über das hinausgehen, was wir uns als Einzelpersonen vorstellen können. Dafür wird noch viel Überzeugungsarbeit benötigt, aber auch der Wille, aus den bisherigen Komfortzonen auszutreten und gemeinsam Großes zu bewegen.

Wie kann Deine Arbeit oder Deine Branche dazu beitragen, die Welt nachhaltiger zu machen?

Nachhaltigkeit in die Unternehmensstrategie integrieren und in die Anwendung bringen ist der Kern meiner Arbeit. Über Marketing und CO2 Kompensationen hinaus, zeige ich Unternehmen den Weg zu zirkulären Geschäftsmodellen und Produkten und entwickle mit ihnen gemeinsam einfache Lösungen , um die Komplexität von Nachhaltigkeit zu reduzieren und dabei Menschen für den Wandel zu begeistern.

Was war der Auslöser für die Gründung?

Ich habe meinen Job in der Beratung einer Bank geliebt, aber für die Trägheit eines Konzerns hatte ich nicht genug Geduld. Ich habe immer Sinn in meinem Tun gesucht, was mir dabei hilft, mit viel Energie und Umsetzungsdrang an die Dinge heranzugehen, die mir wichtig sind. In der Startup Welt treffe ich lauter inspirierende Menschen, die ähnlich ticken, etwas verändern wollen und sehr risikoaffin sind. Das befeuert mich und macht mich am Ende des Tages auch zu einer besseren Beraterin.

Was waren die größten Hürden und wie hast Du diese gemeistert?

"Grüne" Gründungen stellen bisher noch einen kleinen Teil des Startup Ökosystems dar. So haben Leute weniger Referenzpunkte, die ihnen dabei helfen die Ideen zu verstehen. Deshalb erkläre ich Investor*innen häufig nicht nur das eigene Geschäftsmodell, sondern auch den allgemeinen Case für Nachhaltigkeit. Das kostet in zeitlich begrenzten Pitches wertvolle Sekunden.

Was möchtest Du jungen Menschen in Sachen Nachhaltigkeit mit auf den Weg geben?

Ich glaube, dass wir viele unserer heutigen Probleme haben, weil wir im Individualismus Verantwortung und Liebe zu uns selbst und anderen verlernt haben. Überall wo Menschen in Gemeinschaft zusammenkommen, um Dinge zusammen zu gestalten - in der Familie, der Nachbarschaft und in Unternehmen - entstehen Zukünfte, die größer sind als alles was ein einzelner je schaffen könnte. Lasst Grenzen hinter euch, und gestaltet die Welt, die ihr euch wünscht. Und fordert das Recht auf diese auch von den älteren Generationen ein.

Inspiriere uns – wie gestaltest Du Dein Arbeits- und Dein Privatleben umweltschonend?

Ich liebe es, privat wie beruflich, neues auszuprobieren und erfolgreiches konsequent umzusetzen. Ich habe 2020 mit einem Minimalismus-Experiment begonnen und lebe nun Vollzeit mit meinem Partner in einem Tiny-House. Home-Office, Meetings, Termine mit Kund*innen, Dinner mit Freund*innen geht auch so. Wir können unser Leben viel ressourcenärmer, mit 100% eigener Solarenergie und Urban Farming mitten in Frankfurt gestalten.

Was treibt Dich an?

Der Wunsch, mit meinem Wirken dazu beizutragen, dass wir innerhalb der planetaren Grenzen leben und wirtschaften können. Dabei möchte ich die beste Version von mir selbst werden, so viel wie möglich lernen, entdecken und die Schönheit der einfachen Dinge genießen.

Von welcher Positiv-Schlagzeile aus Deiner Branche zum Thema Umweltschutz träumst Du?

Hier fällt es mir schwer, mich auf einen Schlagzeile festzulegen … Mir schwebt eine Utopie vor, in der die SDGs erreicht werden: Alle Menschen leben in Würde, die natürlichen Kreisläufe sind intakt und wir haben ein menschliches System entwickelt, das im Einklang mit dem natürlichen System ist. Wörter wie Klimaziele, Ressourcenknappheit, Ungleichheit und Biodiversitätsverlust verschwinden aus dem Sprachgebrauch, weil Menschen dafür keine Verwendung mehr haben. Wäre das nicht schön?

Futurewoman – Empowering Women in Sustainability