• Verena Ritscher

    Verena Ritscher

    CEO & Founder fupyomo GmbH

    Neu
    By changing nothing, nothing changes. (Tony Robbins)

Sie begleitet Unternehmen auf dem Weg in eine nachhaltige Mobilität

Verena Ritscher
CEO & Founder fupyomo GmbH
JAHRGANG 1980

 
 

WAS GENAU MACHST DU BERUFLICH IM BEREICH DER NACHHALTIGKEIT?

Mit meinem Unternehmen, der fupyomo GmbH, unterstütze ich zum einen Hersteller & Händler im Bereich der Verkehrs- und Energiewende mit attraktiven Finanzierungslösungen. Ziel ist es, Investitionen für die Kunden planbar und überschaubar zu machen und ihnen die Kaufentscheidung zu erleichtern. Zum anderen bündelt fupyomo eine große Palette an Produkten und Dienstleistungen. Diese Basis bietet mir die Möglichkeit, meinen Kunden maßgeschneiderte Komplettlösungen zu konzipieren und anzubieten. Egal, ob Elektroauto, E-Roller, E-Transporter, sonstige Elektro-Kleinfahrzeuge, Ladeinfrastruktur, Photovoltaik-Anlage, Energiespeicher oder passende Finanzierungsvarianten – als feste Ansprechpartnerin stehe ich sowohl bei der Planung, als auch bei der Umsetzung und Finanzierung des Projektes zur Seite.

 
 

Wie bist Du dahin gekommen, wo Du jetzt bist?

2001 führte mich mein Weg zur Sixt Leasing AG, wo ich meine Leidenschaft für die Automobilbranche entdeckte. Getrieben von der Vision etwas zu bewegen, durchlief ich verschiedene Stationen im Bereich der Finanzdienstleistungen für Mobilien aller Art. Wichtig war mir jedoch immer, mit Menschen zusammen zu arbeiten und gemeinsam Lösungen zu finden.

Seit etwa 20 Jahren beschäftige ich mich nun mit individuellen Investitionsfinanzierungen. Aufgrund meiner Begeisterung für neue Mobilitätsformen spezialisierte ich mich im Jahr 2017 auf das Thema Elektro- sowie Zukunftsmobilität im Allgemeinen und rundete Anfang 2020 mein Wissen mit einem umfangreichen Elektromobilitätstraining ab.

Meine Leidenschaft ist es, meine Kund*innen bei der Umstellung auf neue Mobilitätsformen zu begleiten und ihr Unternehmen zukunftssicher zu machen. Ansätze dafür können z.B. ein moderner Fuhrpark oder ein zum Unternehmen passendes Ladekonzept sein. Nun freue ich mich riesig darauf, die Entwicklung der Branche in den nächsten Jahren aktiv mitzugestalten. Lasst uns gemeinsam die Verkehrswende vorantreiben und den Verkehr künftig klimaschonend, nachhaltig und innovativ gestalten!

 
 

Hat Nachhaltigkeit schon immer eine Rolle gespielt in Deinem Leben, oder gab es den berühmten Change?

Ich habe schon immer darauf geachtet, keine wichtigen Ressourcen, wie beispielsweise Strom oder Wasser zu verschwenden, auf die Energieeffizienz von Geräten geachtet, Fahrgemeinschaften gebildet, regional eingekauft und mir generell viele Gedanken über Sinnhaftigkeiten gemacht. Allerdings habe ich all diese Dinge eher unbewusst getan und nie bewusst mit dem Thema Nachhaltigkeit in Verbindung gebracht. Seit ein paar Jahren achte ich nun auch ganz bewusst darauf und versuche meinen CO2-Fußabdruck so gering wie möglich zu halten.

 
 

Zu den Trends der Verkehrswende zählen zum einen neue Antriebsformen, wie z. B. batterie- oder wasserstoffgetriebene Elektromobilität, (Elektro-) Kleinfahrzeuge für die sogenannte "Letzte Meile", Sharing-Modelle sowie e-Bikes als Gehaltsumwandlungsmodell.

 
 

An welchen Punkten stößt Du, stößt Dein Unternehmen oder Deine Branche an Grenzen in der Nachhaltigkeit und wie löst Ihr diese Herausforderung?

Bedauerlicherweise haben sich die deutschen Automobilhersteller in den letzten Jahren nicht eindeutig zur Elektromobilität bekannt. Auch wenn nun glücklicherweise in den nächsten Monaten und Jahren viele neue Elektromodelle auf den Markt kommen werden, so hatten Kund*innen doch recht häufig den Eindruck die Automobilbranche fügt sich nur dem Druck der Regierung, um Strafzahlungen zu vermeiden. Hinzu kommen die vielen Halbwahrheiten zum Thema Elektromobilität, welche von Gegnern gerne verbreitet werden. Gesamthaft gesehen müssen wir deshalb im Bereich Mobilitätswende noch sehr viel Aufklärungsarbeit leisten. Derzeit arbeite ich daran, genau diese Halbwahrheiten klarzustellen und mit Fakten zu belegen.

 
 

Wie kann Deine Arbeit oder Deine Branche dazu beitragen, die Welt nachhaltiger zu machen?

Vor allem Unternehmen haben die Chance, verstärkt dazu beizutragen, die Umwelt weniger zu belasten und den Verkehr klimaschonend und nachhaltig zu gestalten. Das stellt Firmen jedoch vor neue Herausforderungen. Zur Elektrifizierung des Fuhrparks gehört beispielsweise nicht nur der Kauf eines Elektrofahrzeuges, sondern auch die Nutzung von Ökostrom. Der Bedarf kann von Ladestationen oder Wallboxen bis hin zu Photovoltaikanlagen und Energiespeichern reichen. Auch Softwarelösungen für Sharing-Modelle oder Lastmanagement können hier eine Rolle spielen.

Es ist uns wichtig, unseren Kunden die Umstellung ihrer Mobilität zu erleichtern und zeitaufwendige Recherchen zu ersparen. Deshalb begleiten und unterstützen wir sie gesamthaft. Gemeinsam mit ihnen erarbeiten wir ein auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenes Mobilitätskonzept. Ein*e feste*r Ansprechpartner*in steht bei der Planung, Umsetzung und Finanzierung des Projektes zur Seite. Passende Angebote holen wir bei unseren Partnern ein und integrieren diese in ein individuelles Gesamtkonzept.

 
 
Verena Ritscher – Futurewoman

was war der Auslöser für die Gründung?

Je mehr ich mich mit dem Thema Energie- und Verkehrswende auseinander setzte, desto mehr merkte ich, wie vielfältig die Branche ist. Lösungen von der Stange helfen uns hier nicht weiter. Deshalb entschied ich mich dafür, den Anforderungen der Branche gerecht zu werden und dem Markt passgenaue Lösungen anzubieten.

Die zahlreichen und langjährigen Kontakte zu Mitarbeiter*innn von Banken und Leasinggesellschaften sowie meine umfangreichen Branchenkenntnisse ermöglichen mir eine vertrauensvolle und offene Kommunikation mit den Finanzdienstleister*innen, wodurch ich meinen Kunden meist sehr schnelle und unkomplizierte Lösungen unterbreiten kann. Auf dieser Basis kann ich eine viel größere Palette an flexiblen und individuellen Konzepten in mehr als 50 Ländern weltweit anbieten. Dies könnte ich nicht, wenn ich nur für eine Leasinggesellschaft tätig wäre.

 
 

was waren die größten Hürden und wie hast Du diese gemeistert?

Die noch immer größte Hürde ist die Klarstellung von Halbwahrheiten. Viele Menschen sind sehr mediengetrieben und Negativ-Schlagzeilen verbreiten sich schnell. Wir müssen deshalb momentan noch viel Zeit und Arbeit in die Aufklärung und Verbreitung von Fakten investieren. Dies ermöglichen wir mit individuellen Workshops, Vorträgen und zukünftig auch mit spezifischen Webinaren und Booklets.

Aufgrund des bürokratischen Aufwands in Deutschland benötigen wir außerdem sehr viel Zeit für die Vereinbarung von Kooperationen mit unseren Partnern. Wir versuchen dies so einfach und automatisiert wie möglich zu gestalten. Um die Flexibilität unserer Kooperationen nicht zu gefährden, müssen wir jedoch die eine oder andere Extraschleife drehen.

 
 

Was möchtest Du jungen Menschen in Sachen Nachhaltigkeit mit auf den Weg geben?

Jeder kann einen, wenn auch noch so kleinen Beitrag zur Umweltschonung leisten. Eine nachhaltige Zukunft können wir nur erreichen, wenn wir alle im Alltag dazu beitragen und mit unserem Konsumverhalten nachhaltige Unternehmen unterstützen.

 
 

Inspiriere uns – wie gestaltest Du Dein Arbeits- und Dein Privatleben umweltschonend?

Ich verzichte generell auf Dienstreisen, wenn diese nicht zwingend notwendig sind. Glücklicherweise sind nun viele Geschäftspartner aufgrund der Krise ebenfalls auf Telefon- und Videokonferenzen umgestiegen. Ich hoffe, dass viele Unternehmen dies auch langfristig beibehalten. Außerdem ist mir ein papierloses Büro sehr wichtig. Auch privat verzichte ich auf unnötige Fahrten mit dem Auto, kaufe gerne regional ein, gebe Produkten mit weniger Verpackung den Vorrang und achte auf die Energieeffizienz von neuen Elektrogeräten.

 
 

Was treibt Dich an?

Die Leidenschaft zur Automobilbranche, der Ansporn den Markt zu verändern sowie der Wunsch Unternehmen, deren Stärke in anderen Bereichen liegen, mit meiner Expertise zu unterstützen. Durch diese Leichtigkeit erhoffe ich mir, mehr Unternehmen für die "Neue Mobilität" begeistern zu können.

 
 

Von welcher Positiv-Schlagzeile aus Deiner Branche zum Thema Umweltschutz träumst Du?

"Das Pariser Klimaabkommen wurde einige Jahre früher erreicht, als geplant. Die positiven Auswirkungen auf den Klimawandel wurden bereits wissenschaftlich belegt."

Futurewoman ist ein Projekt von Janine Steeger