• Anja Huber

    Anja Huber

    Associate Partner McKinsey & Company

    BeratungMobilität & Transport
    Ich habe immer Aufgaben übernommen, für die ich noch nicht ganz bereit war. Das Wasser wird nicht wärmer, wenn man später springt.

Anja leitet eine globale 'Future of Last Mile' Initiative mit über 200 Städten, Unternehmen und Start-ups


Anja Huber

 

Person

Associate Partner McKinsey & Company

Geschäftssitz: München

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Anja Huber ist Associate Partner bei McKinsey & Company und Teil des McKinsey Center for Future Mobility. Anja ist seit 2015 bei McKinsey und berät hauptsächlich Klienten in der Automobilindustrie zu disruptiven Geschäftsmodellen, Technologie-Transformationen, Nachhaltigkeit sowie urbane Mobilität. Sie leitet die Initiativen 'Future of the Last Mile Ecosystem' sowie 'Future New Mobility Coalition' zusammen mit dem Weltwirtschaftsforum und 200+ Unternehmen, Städte und Start-ups.

Anja Huber hat einen Master of Science in International Management von der ESADE Business School in Barcelona sowie einen Master in International Business von der Stockholm School of Economics. Zuvor erhielt Sie einen Bachelor of Science Double Degree in Business & Management von der Northeastern School of Business in Boston sowie der ESB Business School Reutlingen. Alle Programme schloss sie mit der Auszeichnung 'summa cum laude' ab.

 

THEMEN

Future Mobility | Nachhaltige urbane Mobilität | E-Mobility | eTrucks | e-Commerce und Laste Mile | Neue disruptive Geschäftsmodelle | Zero-Emission Cities | Nachhaltige Supply Chain und Operations

 

Einsatzgebiete

Gast bei Diskussionsrunden | Speakerin | Mentorin | Workshop-Begleitung

 

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Interview

Was genau machst Du beruflich im Bereich der Nachhaltigkeit?

Ich bin Associate Partner bei McKinsey und arbeite daran, die Zukunft der Mobilität nachhaltiger zu gestalten und neue Geschäftsmodelle erfolgreich zu machen, zusammen mit einem breiten Ökosystem an Unternehmen, Start-ups und Städten.

Wie bist du dahin gekommen, wo du jetzt bist?

Ich wollte immer an großen, strategischen Herausforderungen arbeiten, zusammen mit fantastischen Kolleg*innen und innovativen Klient*innen. McKinsey ist ein Ort, an dem ich meine Leidenschaft für nachhaltiges Unternehmertum und permanente Weiterentwicklung verfolgen kann – von Städten, Unternehmen, meinen Teams und mir selbst.

Hat Nachhaltigkeit schon immer eine Rolle gespielt in Deinem Leben, oder gab es den berühmten Change?

Wer sich für Mobilität begeistert, kommt am Thema Nachhaltigkeit nicht vorbei. Ich hoffe, dass durch meine Hilfe die Zukunft der Mobilität um einiges grüner, smarter und diverser wird.

Nachhaltigkeit ist kein Trend, den Mobility Player parallel zu ihren Unternehmensstrategien bearbeiten. Es ist zentraler Bestandteil jedes Geschäftsmodells, das mittel- und langfristig relevant und erfolgreich sein will. Investor*innen und unsere Klient*innen realisieren zunehmend, dass sich wirtschaftliches Wachstum und Nachhaltigkeit nicht ausschließen, sondern gegenseitig bedingen. Und dieses Mindset ist eine fantastische Grundlage, um Themen wie Elektromobilität, Supply Chain Dekarbonisierung und emissionsfreie Mobilität in Innenstädten voranzutreiben.

An welchen Punkten stößt Du, stößt Dein Unternehmen oder Deine Branche an Grenzen in der Nachhaltigkeit und wie löst Ihr diese Herausforderung?

Beim Thema zero-emission Mobility gibt es sicherlich zwei große Herausforderungen: Kosten und Geschwindigkeit. Beim Thema Kosten befinden wir uns gerade an einem 'Tipping Point' – EVs sind oder werden in den nächsten Jahren wirtschaftlich vorteilhafter sein als die klassischen Verbrennungsfahrzeuge. Trotzdem bleibt es eine Herausforderung, den Zugang zu erschwinglichen, zero-emission Transportlösungen in Städten und urbanen Gebieten sicherzustellen.

Das Thema Geschwindigkeit ist schwieriger zu lösen. Ausreichend verfügbare Ladeinfrastruktur und ganzheitliche, zeitnahe Flottenelektrifizierung sind nur 2 Beispiele von Themen, bei der wir als Mobilitäts-Ökosystem zu langsam vorankommen.

Wie kann Deine Arbeit, oder Deine Branche dazu beitragen die Welt nachhaltiger zu machen?

Bei McKinsey unterstützen wir Klient*innen entlang ihrer gesamten Nachhaltigkeits-Journey. Mit Unternehmen zusammen entwickeln wir strategische Zielbilder, erarbeiten die analytische Basis für Nachhaltigkeits-Initiativen, unterstützen die Implementierung und stellen sicher, dass Management und Mitarbeiter*innen sich für das Thema begeistern und ambitionierte Ziele setzen. Start-ups und disruptive Player kommen auf uns zu, um Geschäftsmodelle zu schärfen und Zugang zu Kapital zu bekommen. Zunehmend arbeiten wir auch mit Städten zusammen, um Maßnahmen für weniger Emissionen, weniger Stau und einen verbesserten Zugang zu Mobilität für alle Verkehrsteilnehmer*innen sicherzustellen.

Bei all diesen Aktivitäten haben wir uns als McKinsey in den letzten Jahren auch immer mehr als 'Ecosystem Convener' positioniert. Wir glauben fest daran, dass sich die großen Fragen der Zukunft der Mobilität nicht in unternehmerischen Silos lösen lassen. Stattdessen brauchen wir einen aktiven Dialog und Zusammenarbeit von Unternehmen, Städten, der Wissenschaft und Konsument*innen. Ich leite beispielsweise eine 'Last Mile Delivery' Initiative zusammen mit Automobilherstellern, Logistik-Unternehmen, Infrastruktur-Spielern, Tech Start-ups und Städten wie Los Angeles, Singapur und Amsterdam – ziemlich rewarding; ziemlich nahe an meinem beruflichen Ziel von 'Purposeful Impact'.

Was möchtest Du jungen Menschen in Sachen Nachhaltigkeit mit auf den Weg geben?

Mal ehrlich - junge Menschen haben oft eine viel ambitioniertere, vernünftigere und ideenreichere Vorstellung von Nachhaltigkeit als die ältere Generation.

Inspiriere uns – wie gestaltest Du Dein Arbeits- und Dein Privatleben umweltschonend?

Als Unternehmensberaterin steht da sicherlich ein Thema an erster Stelle: Ein maßvollerer Umgang mit Flugreisen. Covid und Zoom haben uns allen die Augen geöffnet: Die meisten Meetings funktionieren auch wunderbar remote. Und das Beste – damit einher geht eine ganz andere Lebensqualität: Weniger Flughafen-Essen, mehr Quality Time mit Partner und Freunden, mehr Zeit für die wichtigen Diskussionen mit Klient*innen. Ich habe die Hoffnung, dass wir auf gutem Weg zu einem nachhaltigen, hybriden Modell in der Zukunft sind: 'Win-win-win' für Unternehmen, Familien und die Nachhaltigkeit.

Was treibt Dich an?

'Purposeful Impact'.

Von welcher Positiv-Schlagzeile aus Deiner Branche zum Thema Umweltschutz träumst Du?

Zero-emission Mobility ist das neue Statussymbol. Die Internationale Staatengemeinschaft ist auf dem Weg, das 1.5-Grad-Ziel des Pariser Klimaabkommens zu erreichen.

Futurewoman – Empowering Women in Sustainability