• Artemis Diapouli

    Artemis Diapouli

    Geschäftsführerin und Gründerin der Grünen mobilen Autopflege

    Wir Menschen sind zu so fantastischen Dingen fähig. Lasst uns das einsetzen, um die Welt wieder mehr zu achten.

Sie revolutioniert das Autowaschen

Artemis Diapouli – Jahrgang 1982 – Geschäftsführerin und Gründerin der Grünen Mobilen Autopflege

Niemand macht Autos so sauber wie Artemis Diapouli. Und niemand benötigt dafür so wenig Wasser wie sie. Wenn man die Halle der Grünen Mobilen Autopflege in Köln Poll betritt, wird man von einer echten Hammerfrau empfangen. Artemis Diapouli ist attraktiv, umwerfendes Lächeln inklusive. Sie sprüht vor Ideen und Tatendrang und sie kann anpacken. Ständig tauscht sie ihre Outfits. Wenn sie Autos reinigt, trägt sie Arbeitskleidung, um fünf Minuten später im Businesskostüm zum nächsten Großkunden zu fahren, um weitere Aufträge an Land zu ziehen.

Schwindel erregende Zahlen

Vor 5 Jahren ist Artemis Diapouli mit Ihrem Mann in Griechenland unterwegs und entdeckt eine geniale Technologie: Autos reinigen mit Wasserdampf. Die Vorteile liegen sofort auf der Hand. Während für ein Auto in der Waschstraße zwischen 200 und 400 Liter Wasser verbraucht werden, benötigt man für die Reinigung eines Autos mit dem Wasserdampf-System nur 2-3 Liter. Darüber hinaus werden keinerlei Reinigungsmittel verwendet. Das Ergebnis ist absolut überzeugend, zumal man mit der Dampf-Düse in jede noch so kleine Ritze kommt. Die Autos kommen aus Artemis Diapoulis Halle oft sauberer raus, als aus dem Werk. 

Finanzierende Bank dringend gesucht

Kein Wunder, dass Artemis Diapouli gemeinsam mit ihrem Mann damals sofort beschließt, die Idee nach Deutschland zu holen und das Patent für den hiesigen Markt anmeldet. Aber die erste Euphorie ist schnell verflogen. Überall werden ihr Steine in den Weg geschmissen. "Wir hatten nur wenig Eigenkapital und die Banken haben die Geschäftsidee nicht verstanden und nicht an uns geglaubt. Wir haben einfach keine Finanzierung bekommen. Die KFW lehnte ab. Aber dann hat unsere Bearbeiterin in einer Bank doch an uns geglaubt und uns ein Dahrlehen gewährt. Es war nicht viel, es reichte gerade Mal, um Bürotische und Computer zu bezahlen. Werbung konnten wir uns schon gar nicht leisten. Und Mund zu Mund Propaganda braucht Zeit." 

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Countdown Schwangerschaft

Zur Zeit der Gründung ist Artemis Diapouli schwanger und will vor der Geburt unbedingt alles geregelt haben. Emotional schafft sie das nur, weil sie so sehr von ihrer Idee überzeugt ist. "Meine Motivation war und ist meine Vision. Da unser System so innovativ war und ist, mussten und müssen wir das Reinigungsverfahren jedes Mal präsentieren – mobil vor Ort. Die Resonanz ist immer großartig. Die Interessenten sind begeistert. So wenig Wasser, kein Reinigungsmittel und ein perfektes Ergebnis. Aber die Entscheidung mehr zu bezahlen und die Logistik umzustellen, fällt den meisten dann doch schwer. Ich gebe aber nie auf, denn ich weiß, dass die Mobilität und die Umwelt wichtige Themen für unsere Gesellschaft sind. Ich glaube ganz fest an unsere Idee und die Reaktionen bestätigen mich immer wieder."

Waschstraßen sterben aus

Artemis Diapoulis Glaube an diese sinnvolle Innovation ist berechtigt. Inzwischen läuft es so gut, dass die Grüne Mobile Autopflege in ein größeres Gebäude umziehen musste. Und es kommen so viele neue Aufträge rein, dass Artemis Diapouli händeringend neue Mitarbeiter sucht. Franchise ist das Stichwort für die Zukunft ihres Unternehmens. "Waschstraßen, wie wir sie heute kennen, wird es so in Zukunft nicht mehr geben. Unser Top Kunde verbietet seinen Händlern bereits die Fahrzeuge in der Waschanlage mit Bürsten zu reinigen. Unsere Pläne sind groß. Seit 2014 entwickeln wir unser Franchisesystem. Ziel ist es, bundesweit Franchisepartner zu gewinnen. Wir geben nicht nur eine innovative, erfolgreiche Idee weiter, sondern wir leisten auch einen großen Beitrag zum Umweltschutz und geben ihn direkt an unsere Franchisenehmer weiter."

Sie würde es wieder tun

Artemis Diapouli sagt, sie sei ein Bauchmensch und sie würde immer wieder alles auf eine Karte setzen – trotz aller Schwierigkeiten. Und sie will eine richtig große Nummer in Deutschland werden, um im großen Stil etwas für die Umwelt zu tun. 

Futurewoman ist ein Projekt von Janine Steeger