• Sophie Brunner

    Sophie Brunner

    Gründerin and Creative Director Urbankissed GmbH

    FuturelifestyleMode & TextilienStart-up
    Es ist an der Zeit, kleine nachhaltige Label in den Mittelpunkt zu rücken, die schneller als die großen Player auf Umweltschutzanforderungen reagieren können.

Sie sagt: Die Modeindustrie ist einer der Haupttäter bei der Umweltzerstörung.


Sophie Brunner

 

Person

Gründerin and Creative Director Urbankissed GmbH

Jahrgang: 1995 | Geschäftssitz: Schweiz

Mehr erfahren

Sophie lebt in der Schweiz und hat ihr Start-up www.urbankissed.com - Slow & Ethical Fashion Marketplace – während ihres Studiums in der Modebranche im Jahr 2017 gegründet. Bereits nach ihrem Hochschulabschluss hat Ihr Start-up ein fünfstelliges Verkaufsvolumen erzielt. Sophie hat unmittelbar nach ihrem Abschluss im Sommer 2020 begonnen, hauptberuflich an ihrem Start-up zu arbeiten, und verfolgt nun ihre Mission, kleine nachhaltige Marken auf eine Plattform mit höchster Kuration und Kunden-Erlebnis zu bringen.

 

Themen

Erfolgreiches nachhaltiges Unternehmen aufbauen | Vermarktung nachhaltiger Modeprodukte online

 

Einsatzgebiete

Gast für Diskussionsrunden | Speakerin | Workshop-Begleitung

 

#entrepreneurship #slowfashion #ethicalfashion

Interview

Was genau machst Du beruflich im Bereich der Nachhaltigkeit?

Ich bin Gründerin und Creative Director von www.urbankissed.com – ein slow & ethischer Online-Marketplace mit über 40 ausgewählten innovativen und nachhaltigen kleinen Modelabel. Dabei handelt es sich um ein Konzept, das sich voll und ganz auf Storytelling, emotionale Reize und Markenkuration bezieht. Die ausdrucksstarke, inspirierende und lehrreiche Plattform lädt dazu ein, sich der Slow-Living-Community anzuschließen und eigene Werte zu entdecken. Dabei kompensieren wir zunehmend CO2-Emissionen aus Lieferungen an Kund*innen.

Wie bist du dahin gekommen, wo du jetzt bist?

Als ich Account Managerin und Marketing Koordinatorin bei der Credit Suisse war, wuchs bei mir das Bedürfnis, mich von einer kreativen sowie Initiative ergreifenden Community zu umgeben. Als ich meinen Studiengang Fashion Business in London startete, wurde mir zudem klar, wie schlecht es unserer Umwelt geht und dass die Modeindustrie einer der Haupttäter ist.

Hat Nachhaltigkeit schon immer eine Rolle gespielt in Deinem Leben, oder gab es den berühmten Change?

Ehrlich gesagt war mir Nachhaltigkeit bis vor drei Jahren ziemlich egal. Die Auseinandersetzung mit den Auswirkungen von Fast-Fashion sowie dem damaligen öden Angebot im Bereich nachhaltiger Mode, motivierte mich ein besseres Angebot zu offerieren.
Innovative nachhaltige Aspekte einzubringen (wie Bananen- oder Milch-Stoffe), seine eigene Leserschaft im Bereich Nachhaltigkeit zu informieren und auszubilden sowie eine eigene Community zu kreieren.

An welchen Punkten stößt Du, stößt Dein Unternehmen oder Deine Branche an Grenzen in der Nachhaltigkeit und wie löst Ihr diese Herausforderung?

Immer wieder müssen wir zusätzliche unabhängige Recherchen durchführen, um zu überprüfen, ob die angegebenen nachhaltigen Schritte eines Labels tatsächlich umgesetzt werden. Unser Ziel ist es greenwashed Label auszuschliessen, denn oberflächliche Nachhaltigkeit aus Marketinggründen ist weit verbreitet. In Zukunft würden wir gerne ein eigenes Zertifikat mit eigenen Standards für unsere Label kreieren. Dazu fehlt uns aber zurzeit schlicht die Kapazität.

Wie kann Deine Arbeit, oder Deine Branche dazu beitragen die Welt nachhaltiger zu machen?

Unser Online Marketplace regt zum sofortigen nachhaltigen Handeln an und dazu, sich von diesem Lifestyle inspirieren zu lassen sowie dieser Community beizutreten. Ebenso hilft Urbankissed nachhaltigen Kleinunternehmen durch gezieltes Marketing sichtbarer zu werden. Dies ist wichtig, da kleine Label zur lokalen Wirtschaft beitragen und sich schneller als die großen Player an veränderte Umweltschutz- und Marktanforderungen anpassen können.

Was war der Auslöser für die Gründung?

Vor zwei Jahren hat es mich immer wieder genervt und auch schockiert, dass es keine Plattform gibt, die ein großes nachhaltiges Angebot anbietet, welches bezahlbar und gleichzeitig trendy ist sowie ein einzigartiges und inspirierendes Kund*innenerlebnis anbietet. Zudem habe ich keinen Marketplace gefunden, welcher sich in Bezug auf Marketingaktivitäten stark für seine Label einsetzt.

Was waren die größten Hürden und wie hast Du diese gemeistert?

Es war schwer das Vertrauen der Label zu gewinnen, in der Lage zu sein, einen funktionierenden Online-Marketplace ohne technisches Vorwissen aufzusetzen sowie meine Work-Life Balance aufrechtzuerhalten.

Was möchtest Du jungen Menschen in Sachen Nachhaltigkeit mit auf den Weg geben?

Der Weg führt zum Ziel! Fang einfach an – es wir dich sofort packen, einen Beitrag zu einer besseren Welt zu leisten!

Was treibt Dich an?

Jeden Tag aufs Neue die Möglichkeit zu haben, etwas zu kreieren oder zu verändern. Alles was mich inspiriert kann ich auf meiner Plattform umsetzen und meiner Community weitergeben. Noch stärker motiviert mich zu beweisen, dass ein nachhaltiges Angebot groß, erschwinglich und trendy sein kann. Es macht Spaß, Menschen von einem nachhaltigen Lifestyle zu begeistern.

Von welcher Positiv-Schlagzeile aus Deiner Branche zum Thema Umweltschutz träumst Du?

 "Stark ansteigende Nachfrage nach Mode-Onlineshops, die CO2 Ausstoß von Lieferungen kompensieren!"

Futurewoman – Empowering Women in Sustainability